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Buchtipp
«Das Harmonie-Dilemma» – Jeder Konflikt verdient eine Chance.
von Verena Birchler
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Glauben ist trendy
Christ-sein ist in, trendy, hype. So oft wie nie, wurde während den letzten Monaten über dieses Thema gesprochen, gefilmt und recherchiert. Beispielsweise «Passion of Jesus Christ». Für die einen ein Kunstwerk, für andere eine schlechte Abkürzung der Jesus-Biografie und wieder andere wissen gar nicht mehr, wer Jesus eigentlich war. Noch schwieriger hat es da «Luther». Auch dieser Film zeigt nur einen kleinen Teil seiner Biografie. Über seine derben Frauen- und Juden-verachtenden Äusserungen und Werke gibt der Film nichts Preis. Nun, man kann sagen, dass Luther nur die Theologie reformiert hatte - zu Fragen des Rassismus und Sexismus hat er nicht viel Reformierendes beigetragen. Und dann gibt es noch die vielen Promis, die sich gerne Christen nennen. Darüber reden sie dann mehr oder weniger nachvollziehbar. Ein positives Highlight war in den vergangenen Wochen «unsere Carmen». Sie sang sich mit Powerstimme in den schweizerischen Music-Himmel und mit ihren träffen Sprüchen eroberte sie einen Platz in vielen Herzen. Ihre Aussagen über ihre persönliche Gottesbeziehung hatten erfrischenden Diesseits-Charakter, so nach dem Motto: «Jo, i gloobe a Gott – und – häsch es Problem?» Keine ausführlichen Erklärungen zu Sex vor, während oder nach der Ehe, keine verbal abgehobenen Jenseitsträumereien. Nein, kurz, knapp und «fadegraaad», wie es sich für eine Rheintalerin gehört. Ob über Carmen Fenk auch mal ein unvollständiger Film gedreht wird, eine Biografie in der nicht alles gesagt wird? Im Moment freue ich mich einfach über einen positiven Menschen der verstanden hat, was Jesus am Kreuz für sie getan hat und die Tatsache nutzt, dass man die Bibel in eigener Sprache lesen kann.
© Verena Birchler


